Mai 16 2010

Geschichtsdaten in Kürze von 1980 bis 1999

1999

Der Kirchenchor erhält am 21. Nov die begehrte Palestrina-Medaille für 100 jährige Kirchenchortätigkeit.
Die Vereinshütte des Angelsportvereins 1966 Sandweier e.V. wird fertig gestellt.
Der Turnverein errichtet eine Beachhandball-Anlage.
Der Vorsitz des Harmonika Spielring Sandweier geht von Gerhard Schäfer an Susanne Kraft.
Die Katholische Frauengemeinschaft feiert ihr 85 jähriges bestehen am 12. Februar.
Der Sängerbund 1869 Sandweier e.V.  feiert sein 130 jähriges bestehen.
Rektor a.D. Karl Bruckner bekommt die Ehrenmitgliedschaft des Heimatvereins verliehen
Die letzten Beschlüsse zum Bau eines Fuß- und Radweges längs der Richard-Haniel-Straße zwischen Sandweier und Iffezheim sind gefasst und gebaut
Frau OB DR  Lang übergibt am 22. Februar den notwendigen Anbau an dem Hauptschulgebäude.
Die „Bläser“ feiern 25 jähriges Jubiläum.
Der evangelische Kirchsaal ist nach der Renovierung endlich voll Nutzbar.
Das 2. Sondwiermerer Erdepflefescht war am 3. und 4. Juli.
Die Europawahl hatte am 13.6. eine Wahlbeteiligung von 37,40 %. Die CDU bekam 54,20 %, die SPD 29,55%, Grüne 5,71 %, FDP 3,76 % und REP 3,59% der Stimmen.
Die Ortskanalisation nimmt die Abwassermengen nicht mehr auf. Es gibt Schadensfälle.
Die Stelle des Ortsvorstehers wird ausgeschrieben.
Am 24.10 werden Klaus Maas und Kurt Sterk von der CDU und Siegbert Schindler (SPD) in den Gemeinderat der Stadt Baden-Baden gewählt.
Ortschaftsräte werden Andreas Frietsch, Klaus Maas, Josef Bleich, Kurt Sterk, Friedrich Gantner, Rafael Schulz von der CDU. Die SPD stellt Siegbert Schindler, Kurt Hochstuhl, Ignaz Schäfer, Jürgen Waldvogel, Maria Thienel und Alban Walter kommt von der FWG.
Sturm „Lothar“ wütet am zweiten Weihnachtsfeiertag.

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Mai 16 2010

De Erdepfler

Gedicht:

De Erdepfler

von Friedrich Singer

Wenn se in Sondwier diwwe
morjets krawwle us-em Bett,
frogt der ain de onnre Nochber:
„Sa’mol: hesch schu ainer ghet?“

Ja, mer schwätzt in Bade drinne
un mer spott‘ als a‘ in Oos:
Wei‘ se so guet schnäpsle kinne,
sin se uf der Hardt so groß!

Gsund und stark – und Müler hen-se
aß nit mit-ne ferti wirsch,
un des kummt, ihr därfe’s glaawe,
vum Sondwingemer Edelkirsch!

Doch die Kirschbaim, die konsch sueche!
„Unser Schnaps kummt us der Erd!“
sait mer in Sondwier diwwe,
„gell, Erdepfler isch ebs wert!“

Bruche mir uf d’Kirschbaim stiige?
Topinambur git’s grad gnue,
jeder Acker bringt en Huffe,
un vil Müh ghärt nit derzue

’s Kirschewasser – vun de Stainer –
het Blausäure, des isch Gift!
Isch ’s e Wunder, wenn do monchen,
wu vil sufft, e Schlägel trifft?

Nai, Erdepfler isch vil gsünder,
isch der allerbeschte Schnaps,
un im Summer wie im Winter
trinkt mer-ne, ’s kriegt kains en Klaps.

Drum, wenn uf der Hardt si morjets
nüchter krawwle us-em Bett,
rieft ai Nochber glich im onnere:
„Sa‘ mol: hesch schu ainer ghet?“

(Anm.: Der Autor Friedrich Singer hat lange Jahre in Oosscheuern gelebt. Er hat das Gedicht nicht in reinem Sandweier Dialekt geschrieben.)