Auflösung der Schwesternstation Sandweier zum 1.September 1991

1954 plante man dann, das alte Schulhaus käuflich zu erwerben, um darin neben dem Kindergarten ein Jugendheim zu schaffen. Geplant war das 1. Stockwerk für die Kinderschule; das 2. Stockwerk als Jugendheim für Christenlehre und BDKJ. Dies hat sich jedoch dann zerschlagen und man begab sich daran, einen Neubau zu erstellen.

Pfr. Ludwig Huber konnte mit Hilfe von Finanzmitteln der Gemeinde, des Staates und der Bevölkerung, insbesondere aber durch die für die damalige Zeit recht umfangreichen Spenden von Frau Klara Kinz und von Frau Elisabeth Peter den Neubau eines Kindergartens mit Schwesternhaus, Pfarrsaal und Jugendräumen planen und auch fertigstellen.

Die Finanzierung war nicht einfach. Es mußte einige Male umdisponiert werden. Nur dem unermüdlichen Einsatz von Pfr. Huber war das Gelingen dieses Werkes zu verdanken, das rund DM 168 000,- kostete, wie es auch im Heimatbuch nachzulesen ist.

Beim Weiteren hat sich allerdings im ersten Heimatbuch ein kleiner Druckfehler eingeschlichen. Nicht am 4., sondern erst am 8. Oktober 1955 war Bischof Olbert, der im Juli gleichen Jahres die Kirche konsekriert hatte, in Sandweier, um das Sakrament der Firmung zu spenden. Im Anschluß daran fand dann um 11.00 Uhr durch ihn die Grundeinstellung für das Pfarrheim statt.

Anläßlich der Schwestern Verabschiedung lüftete der damalige Pfarrer Huber ein bisher nicht bekanntes Geheimnis. Da Freiburg nicht damit rechnete, daß Pfarrzentrum, Kindergarten und Schwesternhaus zu dem veranschlagten Preis gebaut werden können, war für den Bau des Schwesternhauses niemals eine Genehmigung erteilt worden. Daß es dennoch über 30 Jahre gute Dienste tat, steht da auf einem anderen Blatt.

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