Unser Heimatmuseum – Rückschau und Ausblick 1993

Die Landesstelle für Museumsbetreuung in Tübingen hat uns – was verständlich ist – in der gleichen oder ähnlichen Weise beraten. Eine Zusammenarbeit mit diesem Amt ist wegen u. U. zu erhaltender Zuschüsse für Restaurationskosten von Exponaten unumgänglich. Von ihr wurden wir darauf hingewiesen, daß es beispielsweise wenig sinnvoll ist, eine alte Bauernstube, eine bäuerliche Schlafkammer oder Küche einzurichten, wie sie in nächster Nachbarschaft in Heimatmuseen zu besichtigen sind.

Daher lag es nahe, den ursprünglichen Charakter des Hauses als „Jagdhaus“ bzw. „Forstei“ dadurch zu verdeutlichen, indem dem Bereich „Jagd“ im Museum eine maßgebliche Rolle zugewiesen wurde. Die jetzt schon gestaltete Ausstellung soll einen Einblick geben in einen Lebensbereich, der im menschlichen Dasein von eh und je eine wichtige Rolle spielte. Zugleich kann dem Besucher des Museums damit auch ein recht umfassender Überblick über unsere heimische Tierwelt ermöglicht werden. Daß noch Lücken vorhanden sind, ist uns bewußt, und wir sind bestrebt sie in absehbarer Zeit zu schließen.

Dankbar vermerke ich hier die großzügige Spende von Walfried und Daniel Eichelberger, den hiesigen Jagdpächtern, die die Ausgestaltung der der Jagd und der Tierwelt gewidmeten Räume mit den von ihnen gestifteten Exponaten in der jetzt gegebenen Form ermöglichten. Sie wird also sicher noch Ergänzungen und Umgestaltung erfahren müssen, um den von höherer Stelle gegebenen Anregungen Rechnung zu tragen.

Daß die Ortsgeschichte einen wichtigen Bereich in unserem Heimatmuseum darstellen muß, ist selbstverständlich. Hier sind erste Anfänge gemacht. Die Firma „peterbeton“, Sandweier, hat uns durch eine ansehnliche Spende die Anschaffung der Nachbildung des römischen Votivsteines als Beweis römischer Besiedlung auf unserer Gemarkung möglich gemacht. Dies sei hier besonders dankbar erwähnt. Auch auf die äußerst wohlwollende Unterstützung durch die Ortsverwaltung darf ich hier hinweisen.

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