Mai 10 2001

Zeugen mittelalterlichen Ackerbaus auf Sandweierer Gemarkung

Zeugen mittelalterlichen Ackerbaus auf Sandweierer Gemarkung

von Rektor a.D. Karl Bruckner †

Wer sich im Sandweierer Heimatbuch ein wenig über die Frühgeschichte unseres Dorfes informiert, erfährt dabei, dass Sandweier als „Hardtdorf`, zwischen dem sog. Hochgestade des Rheines und dem westlichen Ufer des damaligen Landsees liegend, eine Ausbau-Siedlung von Iffezheim ist. Zweifelsohne ist Iffezheim um einiges älter als Sandweier.

Unser Dorf liegt auf der sog. „Stollhofener Platte“, ein mit Geröll, Kies und Sand aufgefülltes Gebiet, das sich von Rastatt bis Stollhofen hinzieht. Die Besiedlung dieses Landstriches erfolgte um einiges später als die des Landstreifens entlang des Hochgestades, eigentlich verständlich wegen des nicht gerade fruchtbaren Bodens. Aber dann hat man anscheinend doch eine Möglichkeit gefunden, dem Boden gewisse Erträge abzuringen durch die Anlage von so genannten Hochäckern, die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Form wegen als „Wölbäcker“ bezeichnet werden. Und solche sind auf der Stollhofener Platte in recht umfangreichem Maße festzustellen. Diese sicherlich ziemlich eigenartige Form der Bewirtschaftung des Ackerbodens war Anlaß, eine eingehende Forschung über Vorkommen, Alter, Größe und vor allem über ihre Bedeutung anzustellen. Auf die Initiative von Herrn Karl Hauger, Rastatt, wurde von dem Institut für Landespflege der Universität Freiburg ein Arbeitskreis gebildet, der sich diese Aufgabe stellte.

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Dez. 30 1999

Unsere Kriegerdenkmäler

Unsere Kriegerdenkmäler

Ein kleiner zeit- und heimatgeschichtlicher Rückblick von Rektor a. D. Karl Bruckner †

Das zu Ende gehende Jahr gab für zahlreiche Gedenktage besonderen Anlass. Immer wurde auf vergangene Ereignisse hingewiesen und oft in besonderen Gedenk- oder Feierstunden sie mehr oder weniger einprägsam gewürdigt. Dass es 1999 sechzig Jahre waren, als der Zweite Weltkrieg begann, ist eigentlich wenig beachtet worden. Nur am Volkstrauertag hat man der vielen Opfer gedacht, die dieser grauenhafte Krieg, den der Chronist von Anfang bis zum bitteren Ende selbst miterleben mußte, forderte.

Im Zusammenhang damit, zugleich auch im Blick auf die leider immer wieder in einem Winkel dieser Erde auflodernden kriegerischen Auseinandersetzungen, stellt man sich unwillkürlich die Frage, ob es den Menschen denn nicht möglich ist, aus der Geschichte zu lernen, obwohl es doch fast überall Erinnerungsstätten oder Kriegerdenkmäler gibt, die zum Nachdenken und entsprechendem politischen Handeln auffordern. Doch meist läuft man achtlos an ihnen vorbei. Ihren nicht bloß als Gedächtnis an die Opfer sondern auch ihren mahnenden Sinn und Zweck nicht bedenkend.

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