Juni 13 2010

Rückblick 2010

Erkundungsfahrt am 13.06.2010

Am Sonntag 13. Juni führte der Heimatverein eine von unserem Vorstandsmitglied Wendelin Klumpp geführte Erkundungsfahrt durch. Der Vorstand des Heimatvereins freute sich, das einige interessierte Gäste dieser Fahrt beiwohnten. Start war beim Heimatmuseum um 13 Uhr 30.

Thema dieser Tour war “Ehemalige Gewanne der Gemeinde Sandweier” außerhalb der Gemarkung.

So wurden u.a. der “Ochsengrund” und der “Schafskopf” angefahren. Es wurden Hinweise auf ehemalige Besitzungen im heutigen Elsass gegeben. Auch das Ausflugsziel der 50er und 60er Jahre, das “Fahreck”, wurde ein Bestandteil der informativen Erkundungstour. Die Gesamtstrecke von ca. 18 km und 2,5 Stunden Dauer führte über Iffezheim und Wintersdorf durch das Naturschutzgebiet “Geggenau” und zurück nach Sandweier. Wer Wendelin Klumpp kennt, weiß, dass man sich auf diesen Fahrten auf viele historisch interessante Begebenheiten freuen konnte. Auch der zwischendurch einsetzende leichte Regen konnte der informativen Fahrt keinen Abbruch tun.

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Hock am Heimatmuseum 2010

Der Hock am Heimatmuseum Sandweier am Sonntag 19.09.2010 war auch in diesem Jahr, unterstützt durch sonniges Herbstwetter, eine gelungene Veranstaltung.

Dazu haben ganz besonders unsere zahlreichen Besucher beigetragen. In unserem herbstlich geschmückten Festzelt konnten unsere Gäste eine gewohnt gemütliche Atmosphäre genießen. Neben der allseits geschätzten, guten Küche, konnten auch eine Vielfalt an Getränken, allen voran der von Helmut Schottmüller frisch gepresste Apfelsaft, unseren Besuchern angeboten werden. Das breite Angebot an Kuchen und Torten wurde wieder gerne ausprobiert. Der Heimatverein bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern.

Am Nachmittag gab der Chor der Grundschule Sandweier ein kleines Konzert unter der Leitung von Frau Riehl, Lehrerin an der hiesigen Schule. Wir sind Frau Riehl dankbar, dass sie bereit war, kurzfristig die Chorleitung zu übernehmen. Somit konnte unseren beiden neuen Ehrenmitgliedern, Reinhold Mayer und Wendelin Klumpp, ein Überraschungsständchen dargeboten werden. Die beiden Geehrten sind Gründungsmitglieder des Heimatvereins Sandweier.

Ehrenmitglieder Reinhold Mayer, links und Wendelin Klumpp, rechts

Reinhold Mayer, seit über dreiundzwanzig Jahren Kassier, hat in seiner Zeit mehrere große und schwierige Projekte des Vereins erfolgreich begleitet, so z.B. die zweimalige Herausgabe des Heimatbuches von Sandweier.

Wendelin Klumpp gilt unbestritten als Motor des Heimatvereins. Seine Leistungen sind durch Worte allein schwerlich darzustellen. Sein wesentlicher Verdienst besteht u.a. darin, nahezu die gesamten Ausstellungsobjekte des Museums gesichert zu haben. Es besteht kein Zweifel, dass die nunmehr auf dem Museumsgelände zugänglich gemachte Ölmühle,

Ölmühle 2010

 allein durch sein Geschick bei der Beschaffung, wie seiner hohen handwerklichen Fähigkeit bei der Renovierung, ermöglicht wurde.

Ein Vereinsfest ist heutzutage eine Herausforderung, denen sich in besonderem Maße freiwillige Helferinnen und Helfer stellen und bereitfinden müssen. Gerade sie tragen, unter Verzicht auf kostbare Freizeit, zum Gelingen eines solchen Festes bei. Der Heimatverein Sandweier, sowie der Vorstand, dankt für das große, ehrenamtliche Engagement.

Selbst unsere „kleinen Besucher“ durften im Rahmen unserer angebotenen Kinderbetreuung durch fachliche Kräfte mit malen und basteln einige schöne Stunden auf dem Museumsgelände verbringen.


Sep. 26 1995

Neue Attraktion im Museum

„Hock“ vor historischer Kulisse

 Neue Attraktion im Museum

 Fenster der Friedhofskapelle sind jetzt restauriert

Sandweier (gl). Seinen vierten Hock veranstaltete der Heimatverein auf dem Gelände des Heimatmuseums Sandweier.

Im romantischen Hof des ehemaligen markgräflichen Jagdhauses und heutigen Heimatmu­seums herrschte reger Betrieb. Zahlreiche Einwohner und mit dem Ort Verbundene nutzten die Gelegenheit, vor historischer Kulisse gemütlich zusammenzusitzen und sich mit Speis und Trank bei gedämpfter Musik verwöhnen zu lassen. Ein „volles“. Haus meldeten Vorsitzender Friedrich Gantner und Museumsleiter Karl Bruckner bereits am Vormittag. Den ganzen Tag über bis in die frühen Abendstunden war das geräumige Festzelt gut besetzt, das man wegen der unsicheren Wetterlage aufgebaut hatte.

Viele nutzten daher die Gelegenheit, das Heimatmuseum einschließlich seiner Nebengebäude wieder einmal zu besichtigen. Ein Besuch lohnte sich allemal. Die Attraktion waren ohne Zweifel die beiden letzten der insgesamt sechs Fenster der Friedhofskapelle, die noch rechtzeitig zum Hock fertig restauriert werden konnten. Dem Glaskünstler Andreas Linnenschmidt war dies in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Museumsbetreuung in Stuttgart hervorragend gelungen und Rudi Völlnagel sowie zahlreiche weitere Helfer hatten Metallfassungen mit Halterungen sowie einen beleuchteten Ausstellungskasten angefertigt, damit die Fenster entsprechend zur Geltung kommen können. Gleichzeitig ist damit eine wechselnde Ausstellung auch der anderen Fenster möglich, die in der Zwischenzeit von der Kirche verwahrt werden.

Eine weitere Neuheit ist die betende Madonna, die früher an dem Wegekreuz am Nordring stand und bei einer Restaurierung seinerzeit durch einen Abdruck ersetzt wurde. Die Figur hat ein Fachbetrieb konserviert und steht künftig ebenfalls ‚dem Heimatverein als Ausstellungsobjekt zur Verfügung.

Als Sonderausstellung zum Hock präsentierte die ortsansässige Künstlerin Sylvia Koffler ihre bemalten Steine. Weitere Sonderausstellungen sind bereits geplant. Damit sollen auch Hobbykünstler die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nicht nur den Erhalt von Kulturgut und Ausstellung von historischen Gegenständen hat sich der Heimatverein zum Ziel gesetzt, sondern auch das Aufgreifen alter Traditionen und Bräuche soll künftig verstärkt gefördert werden. Als erster Anlauf werden ab 8. Oktober regelmäßig „Cego“-Abende im Heimatmuseum stattfinden, bei denen dieses alte Kartenspiel wieder eine Renaissance erleben soll.

Die Gründungsmitglieder beim 20 jährigen Vereinsjubiläum 2007