Dez. 30 1995

Unsere Volksschule vor rund 100 Jahren (1995)

Unsere Volksschule vor rund 100 Jahren

von Rektor a.D. Karl Bruckner †

Im Jahresrückblick 1994 wurde im Zusammenhang mit der Grundsteinlegung für den Neubau der Hauptschule Sandweier im Jahre 1969 eine kurze Schilderung der schulischen Verhältnisse in unserem Ort vor rund 25 bis 30 Jahren gegeben

In diesem Jahr soll nun versucht werden, soweit eben möglich, die schulischen Gegebenheiten vor rund 100 Jahren darzustellen. Eine gewisse Duplizität des Geschehens die dies in etwa begründet ist ja durch die Erbauung des heutigen Grundschulgebäudes um die Jahrhundertwende gegeben.

In den 90erJahren des letzten Jahrhunderts besuchten im Schnitt rund 250 – 260 Kinder unsere Volksschule, die zu jener Zeit noch „Elementarschule“ genannt wurde. Im damaligen Schulhaus- der heutigen Ortsverwaltung und dem evangelischen Kirchsaal – unterrichteten bis zum Frühjahr 1879 zwei und ab dann drei Lehrkräfte diese doch recht ansehnliche Zahl von Schülern. 1880 waren es genau 260 Schulkinder.

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Sep. 26 1995

Neue Attraktion im Museum

„Hock“ vor historischer Kulisse

 Neue Attraktion im Museum

 Fenster der Friedhofskapelle sind jetzt restauriert

Sandweier (gl). Seinen vierten Hock veranstaltete der Heimatverein auf dem Gelände des Heimatmuseums Sandweier.

Im romantischen Hof des ehemaligen markgräflichen Jagdhauses und heutigen Heimatmu­seums herrschte reger Betrieb. Zahlreiche Einwohner und mit dem Ort Verbundene nutzten die Gelegenheit, vor historischer Kulisse gemütlich zusammenzusitzen und sich mit Speis und Trank bei gedämpfter Musik verwöhnen zu lassen. Ein „volles“. Haus meldeten Vorsitzender Friedrich Gantner und Museumsleiter Karl Bruckner bereits am Vormittag. Den ganzen Tag über bis in die frühen Abendstunden war das geräumige Festzelt gut besetzt, das man wegen der unsicheren Wetterlage aufgebaut hatte.

Viele nutzten daher die Gelegenheit, das Heimatmuseum einschließlich seiner Nebengebäude wieder einmal zu besichtigen. Ein Besuch lohnte sich allemal. Die Attraktion waren ohne Zweifel die beiden letzten der insgesamt sechs Fenster der Friedhofskapelle, die noch rechtzeitig zum Hock fertig restauriert werden konnten. Dem Glaskünstler Andreas Linnenschmidt war dies in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Museumsbetreuung in Stuttgart hervorragend gelungen und Rudi Völlnagel sowie zahlreiche weitere Helfer hatten Metallfassungen mit Halterungen sowie einen beleuchteten Ausstellungskasten angefertigt, damit die Fenster entsprechend zur Geltung kommen können. Gleichzeitig ist damit eine wechselnde Ausstellung auch der anderen Fenster möglich, die in der Zwischenzeit von der Kirche verwahrt werden.

Eine weitere Neuheit ist die betende Madonna, die früher an dem Wegekreuz am Nordring stand und bei einer Restaurierung seinerzeit durch einen Abdruck ersetzt wurde. Die Figur hat ein Fachbetrieb konserviert und steht künftig ebenfalls ‚dem Heimatverein als Ausstellungsobjekt zur Verfügung.

Als Sonderausstellung zum Hock präsentierte die ortsansässige Künstlerin Sylvia Koffler ihre bemalten Steine. Weitere Sonderausstellungen sind bereits geplant. Damit sollen auch Hobbykünstler die Möglichkeit erhalten, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nicht nur den Erhalt von Kulturgut und Ausstellung von historischen Gegenständen hat sich der Heimatverein zum Ziel gesetzt, sondern auch das Aufgreifen alter Traditionen und Bräuche soll künftig verstärkt gefördert werden. Als erster Anlauf werden ab 8. Oktober regelmäßig „Cego“-Abende im Heimatmuseum stattfinden, bei denen dieses alte Kartenspiel wieder eine Renaissance erleben soll.

Die Gründungsmitglieder beim 20 jährigen Vereinsjubiläum 2007