Dez. 4 2014

Jahresrückblick Heimatverein Sandweier 2014

Jahresrückblick 2014 Heimatverein Sandweier e.V.

Der Heimatverein setzte seine in den vergangenen Jahren begonnenen Arbeiten und Projekte nahtlos fort. Die meisten der treuen Aktiven unserer Vorstandschaft spürten so auch keine echte Winterpause, da auch Vorhaben umgesetzt wurden, die wetterunabhängig sind.

Noch im Berichtszeitraum liegt unsere Winterveranstaltung „Nikolaus wie anno dazumal“. Diese nun schon zur Tradition gewordene Feier für alle Kinder des Dorfes zieht diese zusammen mit ihren Familien am 2. Adventssonntag auf das Gelände unseres Museums. Schön beleuchtet sind die Gebäude Garant dafür, dass eine vorweihnachtliche Stimmung aufkommt, die stets durch die aktive Teilnahme der Sängerinnen der SingPhonie untermalt wird.

Nikolaus "Wie anno dazumal"

Nikolaus "wie anno dazumal"

Doch nicht nur diese Feier ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit anderen Vereinen. Es hat sich als positiv für alle Beteiligten gezeigt, Veranstaltungen in Kooperation zu organisieren. Die andere, für Kinder gemachte Veranstaltung, St.Martin am 11.11. ist ein Beleg dafür, was herauskommen kann, wenn man gemeinsam für eine gute Sache etwas auf die Beine stellt. In diesem Jahr konnte vor Rekordkulisse die Geschichte des heiligen Martin hoch zu Pferd gezeigt werden, der durch seine Tat inspiriert sein ganzes Leben änderte. Durch die gute Zusammenarbeit von Kindergarten St.Walburga, Grundschuleltern, Musikverein und Feuerwehr ist dieser Abend etwas, woran sich die Kinder lange erinnern und nun, nachdem dies so schon zum vierten Mal in dieser Form stattfand, eine Tradition ist, an der auch ältere Kinder gerne teilnehmen.

Auch neue Aktivitäten konnten wir in diesem Jahr aufnehmen. Die Anlage des Kräutergartens konnte abgeschlossen werden, so dass er eine Augenweide für unser Gelände ist. Es finden nun Veranstaltungen statt, die diesen mit einbeziehen. Der Musikverein führte erstmals bei prächtigem Wetter eine öffentliche Musikprobe im Hof des Museums durch. Auch diese Veranstaltung war sehr gut besucht, so dass dies in Zukunft regelmäßig einmal im Frühsommer stattfinden soll. Als Dankeschön spielte die Jugendkapelle auf unserem Hock, was uns weitere Besucher bescherte.

Musikverein Sandweier beim Heimatmuseum Sandweier 2014

Musikprobe des Musikverein Sandweier beim Heimatmuseum 2014

Neben dem regelmäßigen CEGO-Spiel, das nun seit über zwanzig Jahren jeden Mittwochabend gespielt wird, hat sich eine neue Gruppe etabliert, die unser Gelände am Mittwochnachmittag belebt. Angeregt und geleitet von Claudia Schmitt wurde ein Handarbeitskreis gegründet. In lockerer und fleißiger Runde werden allerlei Tipps ausgetauscht und viele interessante Strick- und andere Handarbeitswaren hergestellt. Auch diese Gruppe präsentierte sich am Hock und verkaufte einen Teil ihrer im Museum gefertigten Stücke zu Gunsten unserer Vereinskasse.

Ein Teil unseres Strickkreises bei der Arbeit

So wurde unsere im Jahresverlauf wichtigste Veranstaltung, unser Hock im Herbst, zu einer in allen Belangen sehr gelungenen Veranstaltung. Hatten wir zunächst befürchtet, auf Grund der Vielzahl anderer Veranstaltungen im Umfeld möglicherweise nur spärliche Resonanz zu erhalten, wurden wir von unseren treuen Besuchern nicht enttäuscht. Bei bestem Wetter (beim Aufbau hatte es noch geregnet) war unser Hof über den gesamten Tag praktisch voll belegt und sorgte dafür, dass wir gut zu tun hatten. Zur Vorbereitung haben unsere Aktiven eine ganze Reihe von Arbeiten im Außenbereich des Museums beendet, so dass unser Gelände in einem noch nie dagewesenen Zustand ist und ein Schmuckstück unserer Gemeinde darstellt. Ein Grund für die sehr gute Resonanz am Hock war sicher der Abschluss eines weiteren Projektes, das wir im vergangen Jahr an dieser Stelle angekündigt haben. Unser neues Buch „Rund ums Backöfele“ wurde auf dem Hock der Öffentlichkeit präsentiert. Gerade noch fertig geworden, wurde es uns an diesem Tag förmlich aus den Händen gerissen.Rund um´s Backöfele

Das Buch beschreibt Sandweiers Ortsmitte, wie es sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat. Es stellt einen Rundgang rund um das Backöfele dar, wie es bis etwa 1968 ausgesehen hat. Dabei werden Anekdoten eingestreut, was die Menschen dort damals erlebten. Das Buch ist so eine etwas andere Form eines Heimatbuches, das sich einerseits geschichtlich mit der Veränderung eines Dorfes beschäftigt und andererseits heitere und nachdenkliche Geschichten erzählt, die beispielhaft für das damalige Leben sind. Weitere Veröffentlichungen in diesem Format sind angedacht. Geschichten und Forschung hierzu laufen durch die Autoren des Buches und weiterer Aktiver des Vereins weiter. So war es auch möglich, im Herbst noch eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die für große Resonanz sorgte.
Wir luden am 3. November 2014 in die Aula der Schule ein, um einen Vortrag von Daniel Merkel über die ehemals in Sandweier beheimateten FTM-Filmstudios zu erfahren.

Vortrag über das Filmstudio in Sandweier

Vortrag über das Filmstudio in Sandweier 2014

Die rund 100 Zuschauer der Veranstaltung brachten eine große Zahl von Erinnerungsstücken mit und konnten selbst einiges erzählen, da nicht wenige als Statisten oder Beschäftige dort einmal tätig waren. Im Anschluss an den Vortrag wurde der im Filmstudio gedrehte Film „Der Nebelmörder“, einer von zwei dort gedrehten Spielfilmen, aufgeführt. Auf Grund des durch die Veranstaltung erhaltenen Materials werden wir die Geschichte des Studios weiter aufarbeiten.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Sandweierern, die unsere Arbeit für den Heimatverein unterstützt haben und unsere Veranstaltungen durch ihre Teilnahme zu einem Erfolg werden ließen und wünschen der gesamten Bevölkerung unseres Dorfes ein gutes neues Jahr 2015.


Mai 20 2014

Jahresrückblick bei der Generalversammlung Heimatverein Sandweier 2013 – Mai 2014

Die Aktiven des Heimatvereins hatten sich für 2013 eigentlich nicht viel vorgenommen, da 2012 als Jubiläumsjahr viele Renovationsarbeiten nach sich zog. Doch es kam anders:

Aus kleineren Restarbeiten im Obergeschoss des Museums wurden im Laufe des Sommers umfangreiche Arbeiten am Ökonomiegebäude und auf dem ganzen Außengelände. Angeregt durch eine Anfrage legten wir einen Kräutergarten an, den Frau Andrea Heck bepflanzt und pflegt (bis zum Jahre 2019 am Museum). Der Garten wird nun auch in ihre Veranstaltungen einbezogen und ihre Führungen laufen als Veranstaltungen des Vereins. Diese werden rege angenommen. Auch Kindergruppenwerden in die Pflege der Kräuterbeete eingebunden, demnächst wieder im Rahmen einer Projektwoche. Vorgestellt wurde der Garten der Öffentlichkeit erstmals zu unserem Hock im September. Die Besucher konnten auch eine weitere Großaktion unserer Aktiven begehen: Die Firma Eichelberger bot uns ausrangierte Pflastersteine an. Wir haben damit in mühevoller Arbeit vor dem Ökonomiegebäude eine gepflasterte Fläche geschaffen, die sich wunderbar in unser Hofensemble einfügt. Bei diesen Arbeiten haben wir auch die Drainage verbessert um die bei schlechtem Wetter unbefriedigenden Platzverhältnisse zu verbessern. Diese Verbesserung wurde auch leider beim Hock gerne in Anspruch genommen, denn das Wetter war leider ungewohnt mies. Umso dankbarer sind wir für den trotzdem großen Zuspruch aus der Bevölkerung, die trotz des schlechten Wetters in unser großes Zelt strömten, um unter anderem die Ernennung unserer langjährigen Aktiven Jürgen Schneider und Klaus Pflüger zu Ehrenmitgliedern zu erleben.

Bei einer anderen Veranstaltung mussten wir passen: Bei den langfristigen Vorplanungen zum ISE-Fest ging man noch davon aus, dass schon der neue CAP-Markt gebaut wird und damit unser Platz nicht zur Verfügung steht. Mangels passender Alternativen entschlossen wir, für dieses Mal zu pausieren. Wer konnte ahnen, dass dann Anfang Juli eine leere Fläche mitten im Dorf stand und beide Sandweierer Großprojekte auch bis zum Ende des Jahres 2013 noch nicht beginnen konnten! Für 2015 für das nächste Fest ist noch offen, wie das ISE-Fest ablaufen wird und wo wir unseren neuen Platz finden werden.

Abgerundet wurden unsere Arbeiten am Ökonomiegebäude durch die Schaffung eines kleinen Handwerkerraums und einer großen Investition der Stadt Baden-Baden: Zur Unterstützung unserer großen eigenen Bemühungen und zur Vermeidung weiterer Schäden wurden die Teile des Ökonomiegebäudes, die wir nicht selbst renovieren konnten auf Kosten der Stadt in Ordnung gebracht. Das undichte Dach wurde umgedeckt, eine Mauer saniert und alle bisher unverputzten bzw. schadhaften Mauerwerke verputzt und gestrichen. Weitere Streicharbeiten im Gebälk übernahmen dann wieder unsere Aktiven so dass das Gesamtensemble nun in einem bisher noch nie dagewesenen Gesamtzustand ist. Hierfür ein großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Verantwortlichen in der Stadt und allen Aktiven unseres Vereins die teilweise wochenlang jeden Tag unzählige Stunden in unser Museum gesteckt haben. Leider sind noch nicht alle zugesagten Reparaturen seitens der Stadt erledigt, so dass wir ständig nachbohren müssen. Insbesondere der Boden des Jagdzimmers macht uns große Sorgen. Die Renovierung der Wände muss bis der Boden saniert ist daher auch noch auf sich warten lassen.

Ein Besuch oder eine Veranstaltung lohnt daher mehr als je zuvor. Dies wurde auch in diesem Jahr wieder gerne wahr genommen. Sonderführungen und Feiern für Klassen, Nikolaus, St.Martin, unser wöchentliches CEGO-Spiel und vieles mehr lassen unser Museum zu einem lebendigen Treffpunkt für die Sandweierer Bevölkerung werden. Unser neuester Treffpunkt ist hierbei die Handarbeitsgruppe die sich ebenfalls mittwochs trifft und von Claudia Schmitt ins Leben gerufen wurde. Für die Anregung und Umsetzung vielen Dank. Es ist eine weitere Bereicherung unseres Versanstaltungskalenders.

Auch über unser Museum hinaus waren wir aktiv: Unser diesjähriger Ausflug führte uns in die Gaiserschmiede nach Bühlertal, wo wir uns einige Anregungen für unsere eigene Ausstellung holten. Nach vier Jahren Pause fand wieder eine Kunkelstub statt, dieses Mal in den Vereinsräumen der GroKaGe. Auch ein kleineres Buchprojekt ist in Arbeit, das 2014 seinen Abschluss finden wird. Geplant ist die Erscheinung für den August anläßlich des SWR 4 Radiosommers. Es bleibt also auch im kommenden Jahr interessant, in unserem Museum vorbeizuschauen und dabei zu erleben, was wir dann an Neuigkeiten zur Dokumentation unserer Dorfgeschichte präsentieren werden.

Ich danke meinem gesamtem Team für die vielen unzähligen Stunden die sie in unser Museum und die Vereinsarbeit gesteckt haben. Die Früchte ihrer Arbeit sind deutlich sichtbar und werden von der Öffentlichkeit sehr positiv wahrgenommen. Unser Museumsgelände ist zu einem echten und lebendigen Identifikationsort unserer Gemeinde geworden.

12.5.2014

Florian Gantner
Vorsitzender