Mai 16 2013

Einladung zur Öffentliche Vorstellung der Gedenktafel zur Erinnerung an das KZ-Außenlager im Oberwald Sandweier

Wie bereits mehrfach in der Tagespresse berichtet, befand sich in den Kriegsjahren 1943 bis 1945 in Iffezheim nahe der Rennbahn ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof, ein Nebenlager davon wiederum wurde im Oberwald Sandweier betrieben.
Im Zuge der Forschungen zu den Heimatbüchern  Iffezheim (erschienen 2006) und Sandweier (erschienen 2008) wurde von Herrn Dr. Kurt Hochstuhl als Autor beider Werke die Geschichte der beiden Straflager aufgearbeitet.
In diesem Zusammenhang entstand im Ortschaftsrat Sandweier der Wunsch, im Oberwald eine Gedenktafel zur Erinnerung an die damals inhaftierten Menschen im hiesigen Außenlager aufzustellen.
Der Heimatverein Sandweier schloss sich der Intention des Ortschaftsrates an, an die Schicksale der Zwangsarbeiter zu erinnern.
Die Gemeinde Iffezheim hat sich gerne dazu bereiterklärt, eine gemeinsame Aktion daraus entstehen zu lassen und ebenfalls auf das dortige Lager mittels einer Tafel aufmerksam zu machen. So findet am

Freitag, 17.05.2013

die öffentliche Präsentation der Gedenktafeln zu folgenden Zeitpunkten vor Ort in Iffezheim bzw. in Sandweier statt:

17.00 Uhr:     Gedenktafel in Iffezheim beim Rennstall Wolfgang Gülcher (Rennbahnstraße 13, Iffezheim)
17.30 Uhr:     Gedenktafel im Oberwald Sandweier nahe der Zugangsstraße zum Wasserwerk (Richard-Haniel-Straße Ecke Wasserwerkstraße)

Die interessierte Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.

Wolfram Birk, Ortsvorsteher


Juni 20 2010

Der Westwall in Sandweier

Der Westwall in Sandweier:

Wie alle Gemeinden entlang der Rheinschiene, war auch Sandweier in den Ausbau der Westwallstellungen einbezogen. Die Gemeinde Sandweier war wohl bereits zu Beginn der Errichtung von Westwallanlagen, also bereits in den Jahren 1935 bis 1936 vom Bunkerbau betroffen.

Der Ausbau des Westwalles gliederte sich in drei Linien, den Festungsausbau, der in vorderster Linie mit Bunkern stärkster Ausbaustärke den anrückenden Feind zum Stehen bringen sollte, den Stellungsausbau in zweiter Linie, der mit schwächeren Bunkern den Soldaten sichere Unterstände und gegenseitigen Feuerschutz gewährleisten sollte und zuletzt den Sperrausbau, bei dem Bunker an strategisch wichtigen Punkten zur Sicherung errichtet wurden. Die Gemeinde Sandweier war auf ihrem Gebiet sowohl vom Stellungs- als auch vom Festungsausbau betroffen. Insgesamt befanden sich auf Gemarkung Sandweier  etwa 30 Westwallbunker sowie zwei offene Batteriestellungen, dazu kommen noch ca. 10 Bunker, die sich auf Sandweierer Gebiet auf der Gemarkung Wintersdorf befanden. Die Bunker auf Gemarkung Wintersdorf sind dem Festungsausbau, die auf Gemarkung Sandweier dem Stellungsausbau zuzurechnen. Die Zahlen sind nicht exakt wiederzugeben, da sich bereits vor dem 2. Weltkrieg in Sandweier ein militärisches Übungsgelände befand, das heute noch im Volksmund „Exerzierplatz“ heißt.  Auf diesem Artikel weiterlesen…