Dez. 31 1989

Heimatverein Jahresrückblick 1989

Bericht des Heimatvereins Sandweier für den Jahresrückblick 1989.

Das herausragende Ereignis im Jahre 1989 war für den Heimatverein Sandweier die Errichtung der alten Stellfalle hinter der ehemaligen Mühle.

Besichtigung der alten wieder aufgebauten Stellfalle

Am Samstag, 11. November 1989, war es soweit: Der Heimatverein konnte eine große Zahl von Bürgern begrüßen, die der Feier zur Übergabe der Stellfalle an die Gemeinde beiwohnten. Ein besonderer Dank geht an Wendelin Klumpp, Paul Findling sowie an Rolf Frank, die die Stellfalle – in früheren Jahren notwendig für die Wasserhaltung für die Mühle und für die Bewässerung der Stöckwiesen – errichteten. Umrahmt wurde die Feier vom Musikverein Sandweier, so daß die Veranstaltung für alle Beteiligten eine runde Sache war. Die Tatsache, daß sich spontan zahlreiche Sandweierer Bürger im Verlauf der Feier zum Eintritt in den Heimatverein entschlossen, gibt den Verantwortlichen Ansporn für die künftige Arbeit.

Dies wird vor allem darauf gerichtet sein, das heimische Kulturgut zu pflegen. Nachdem die Stadt Baden-Baden das Jagdhaus gekauft hat, will der Heimatverein dort ein Heimatmuseum einrichten. Damit hat man eine große Aufgabe vor Augen, die das Vereinsleben bereichern wird und die weitere Bürger veranlassen sollte, dem Heimatverein beizutreten.

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Dez. 30 1989

Flugsanddünen in Sandweier

Flugsanddünen in Sandweier

von Guido Müller

Das Gebiet am nördlichen Dorfrand, etwa ab der heutigen Lärchenstraße bis zur Autobahn, sowie die Fest- und Sportanlagen gehörten einst zum sogenanntcn Sandbuckelgebiet. Dies war zu Beginn unseres Jahrhunderts eine einzige Dünenlandschaft. Überreste des Kinzig-Murg-Flusses waren noch im Mittelalter bekannt, z.B. in unserem Kreis im so genannten Landsee zwischen Baden-Oos, Sandweier, Haueneberstein, Rastatt und Niederbühl. Einige sind his heute erhalten; bei uns z. B. im Woogsee zwischen Rastatt und Rauental. Große Teile der meist seichten Arme des Kinzig-Murg-Flusses sind aber schon sehr früh verschwunden, so früh schon, daß noch Flugsand z.B. zwischen Rastatt, Sandweier und Iffezheim, zu Dünen über ihnen aufgeweht werden konnte (siehe Heimatbuch „Um Rhein und Murg“, Band 11, Seiten 58/60).

Die hiesigen „Sandbauern’` haben den „Bodenschatz“ nach allen Richtungen transportiert, denn er war ein gefragtes Material für Bauhandwerker, besonders für Gipser und Stukkateure.

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