Mai 22 1990

Mitgliederversammlung 15. Mai 1990

Versammlung des Heimatvereins Sandweier am 15. Mai 1990 /Viel Arbeit wartet

Heimatmuseum im Blick

Sandweier – Das alte Jagdhaus stand im Vordergrund der Generalversammlung des Heimatvereins. Hocherfreut konnte Vorsitzender Friedrich Gantner berichten, daß das Haus nun endgültig in den Besitz der Stadt übergegangen sein und damit über das Anwesen verfügt werden könne.

Es habe auch bereits eine Begehung mit dem Hochbauamt der Stadtverwaltung stattgefunden, bei der erste Renovierungs – und Sanierungsmaßnahmen besprochen wurden. So müsse der Entwässerungsanschluß hergestellt und eine Heizung eingebaut werden. Eine Menge Arbeit wartet auf die Mitglieder des Heimatvereins, wenn es an einen Ausbau oder gar die Einrichtung für das geplante Heimatmuseum geht. Auch das Freigelände könne für Aktivitäten genutzt werden.

Vor einem ersten Hammerschlag muß jedoch das Denkmalamt gehört werden. Nur mit dessen Zustimmung dürfen Veränderungen vorgenommen werden. Die entsprechenden Schritte sind eingeleitet und so hofft man beim Verein, daß sich das große Ziel bald verwirklichen läßt.

Aber auch von einer Reihe weiterer Aktivitäten des noch jungen Vereins konnte der Vorsitzende berichten. Nachdem im Herbst 1987 die Gründung erfolgte, stand mit der Herausgabe des Heimatbuches bereits die erste große Aufgabe an. Inzwischen kann jedoch stolz berichtet werden, daß bis auf einen kleinen Rest fast alle Bücher verkauft sind, was sich auch im Kassenbericht von Reinhold Mayer positiv niederschlug.

Inzwischen laufen bereits neue Gespräche und Vorarbeiten zur Herausgabe einer Schrift über den Sandweierer Wald. Die Wiedererrichtung einer Stellfalle beim Hotel Blume war ein weiteres herausragendes Ereignis des Vereins. Mit fleißigen Helfern war es gelungen, die von der Ortsverwaltung sichergestellten Teile wieder zusammenzubauen und auf der städtischen Grünfläche aufzustellen, um der Nachwelt die einst lebensnotwendige Einrichtung zu erhalten. Die Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg, zumal bei dieser Gelegenheit 15 Mitglieder dem Verein beitraten und somit die Mitgliederzahl nun bei 60 liegt.

Erstmals seit vielen Jahren wurde anläßlich des 500. Jubiläums der Walburga-Verehrung in Sandweier wieder ein Straßenfest veranstaltet, das nach Auskunft der Verantwortlichen zu einem vollen Erfolg wurde.
 Erste Überlegungen wurden bereits angestellt, dies zu einer festen Einrichtung werden zu lassen.

Ein weiteres Mal war das Jagdhaus Thema. Bereits jetzt werden Überlegungen über die Berufung eines Kustos für das künftige Heimatmuseum angestellt. Die gesuchte Person sollte nicht nur ausschließlich Museumsverwalter sein, sondern bereits bei der Einrichtung und Sichtung des angebotenen Materials mithelfen. Ein gewisser Sachverstand ist hierzu erforderlich.

Der Entlastung des Kassiers und der gesamten Vorstandschaft stand nichts mehr im Wege. Auch die ersten Neuwahlen standen auf dem Programm. 1. Vorsitzender bleibt weiterhin Friedrich Gantner, Kassier Reinhold Mayer und Beisitzer Karl Bruckner und Erwin Hatz. (li)

Der neugewählte Vorstand am 15. Mai 1990

Foto: Lippert


Mai 8 1990

Noch heute fließt das wundersame Öl

KNA Südwestdeutscher Dienst 42 / Dienstag, 8. Mai 90 

Noch heute fließt das wundersame Öl
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In Sandweier wird die heilige Walburga seit 500 Jahren verehrt

Sandweier/Baden-Baden, 7.5.90 (KNA) Alljährlich ist die Walburga-Kapelle in Sandweier am ersten Maisonntag Ziel zahlreicher Wallfahrer aus dem ganzen mittelbadischen Raum. In diesem Jahr begeht die Gemeinde das 500. Jubiläum der Wallfahrt zu der im süddeutschen Raum vielfach verehrten heiligen Walburga, die in einer Urkunde aus dem Jahr 1490 erstmals als Kirchenpatronin von Sandweier erwähnt ist.

Die Pfarrei Sandweier besitzt zwei Reliqien der Heiligen. Eine davon, urkundllich belegt, wurde ihr erst 1792 zugeteilt, während die ältere schon viel früher hierher gelangte. Sicher ist lediglich, daß in einem Dekret Bischof Alberts von Straßburg vom 9. Februar 1490 der damaligen Diözesangeistlichkeit der Auftrag erteilt wurde, die der St. Brigittenkirche in Iffezheim und der „Capella S. Walburgis ville Santvyler“ von den „römischen Kardinälen“ bewilligten Ablaßbriefe zu veröffentlichen.

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