Sep. 30 1991

Auflösung der Schwesternstation Sandweier zum 1.September 1991

Auflösung der Schwesternstation Sandweier

Von Rektor a.D. Karl Bruckner †

Bei der Pfarrversammlung aus Anlaß der Auflösung der Schwesternstation am 1. September 1991 versuchte Pfadm. Klaus Vornberger schlaglichtartig die Geschichte der Schwesternstation zu erhellen, soweit dies überhaupt anhand der Quellenlage möglich war. Im Folgenden seien seine Worte zusammengestellt, ergänzt durch den einen oder anderen Hinweis, der im Nachhinein noch geboten wurde.

Ein Blick auf die Geschichte der Schwestern vom Göttlichen Herzen Jesu in Sandweier bringt uns schon zum ersten Problem. Wir haben keine Unterlagen, wann erstmals Ordensschwestern den Dienst in Sandweier übernommen haben.

Als erstes fixes Datum steht das Jahr 1901. Die Übernahme einer Kinderschule durch Schwestern aus Gengenbach. Doch ein Schreiben aus dem Jahre 1945 weist uns auf die Zeit zuvor zurück. Dort schreibt nämlich der Superior, daß Schwestern aus Gengenbach bereits über 50 Jahre in Krankenpflege und Nähschule tätig waren und 38 Jahre im Kindergarten. Dies deckt sich mit der Tatsache, daß 1939 tatsächlich der Kindergarten der kirchlichen Trägerschaft entrissen wurde. Deshalb ist anzunehmen, daß auch die andere Zeitangabe richtig ist, die darauf hinweist, daß also mindestens seit dem Jahre 1895 Schwestern in Sandweier tätig waren. Diese Schwestern wohnten zunächst im Hause Katharinastraße 1. Seit dem Sommer 1901 wohnte sie dann aber im alten Schulhaus, denn damals ging das von der Gemeinde erbaute Schulhaus, die heutige Grundschule, in Benutzung.

Pfr. Hund hat sich Artikel weiterlesen…


Mai 22 1990

Mitgliederversammlung 15. Mai 1990

Versammlung des Heimatvereins Sandweier am 15. Mai 1990 /Viel Arbeit wartet

Heimatmuseum im Blick

Sandweier – Das alte Jagdhaus stand im Vordergrund der Generalversammlung des Heimatvereins. Hocherfreut konnte Vorsitzender Friedrich Gantner berichten, daß das Haus nun endgültig in den Besitz der Stadt übergegangen sein und damit über das Anwesen verfügt werden könne.

Es habe auch bereits eine Begehung mit dem Hochbauamt der Stadtverwaltung stattgefunden, bei der erste Renovierungs – und Sanierungsmaßnahmen besprochen wurden. So müsse der Entwässerungsanschluß hergestellt und eine Heizung eingebaut werden. Eine Menge Arbeit wartet auf die Mitglieder des Heimatvereins, wenn es an einen Ausbau oder gar die Einrichtung für das geplante Heimatmuseum geht. Auch das Freigelände könne für Aktivitäten genutzt werden.

Vor einem ersten Hammerschlag muß jedoch das Denkmalamt gehört werden. Nur mit dessen Zustimmung dürfen Veränderungen vorgenommen werden. Die entsprechenden Schritte sind eingeleitet und so hofft man beim Verein, daß sich das große Ziel bald verwirklichen läßt.

Aber auch von einer Reihe weiterer Aktivitäten des noch jungen Vereins konnte der Vorsitzende berichten. Nachdem im Herbst 1987 die Gründung erfolgte, stand mit der Herausgabe des Heimatbuches bereits die erste große Aufgabe an. Inzwischen kann jedoch stolz berichtet werden, daß bis auf einen kleinen Rest fast alle Bücher verkauft sind, was sich auch im Kassenbericht von Reinhold Mayer positiv niederschlug.

Inzwischen laufen bereits neue Gespräche und Vorarbeiten zur Herausgabe einer Schrift über den Sandweierer Wald. Die Wiedererrichtung einer Stellfalle beim Hotel Blume war ein weiteres herausragendes Ereignis des Vereins. Mit fleißigen Helfern war es gelungen, die von der Ortsverwaltung sichergestellten Teile wieder zusammenzubauen und auf der städtischen Grünfläche aufzustellen, um der Nachwelt die einst lebensnotwendige Einrichtung zu erhalten. Die Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg, zumal bei dieser Gelegenheit 15 Mitglieder dem Verein beitraten und somit die Mitgliederzahl nun bei 60 liegt.

Erstmals seit vielen Jahren wurde anläßlich des 500. Jubiläums der Walburga-Verehrung in Sandweier wieder ein Straßenfest veranstaltet, das nach Auskunft der Verantwortlichen zu einem vollen Erfolg wurde.
 Erste Überlegungen wurden bereits angestellt, dies zu einer festen Einrichtung werden zu lassen.

Ein weiteres Mal war das Jagdhaus Thema. Bereits jetzt werden Überlegungen über die Berufung eines Kustos für das künftige Heimatmuseum angestellt. Die gesuchte Person sollte nicht nur ausschließlich Museumsverwalter sein, sondern bereits bei der Einrichtung und Sichtung des angebotenen Materials mithelfen. Ein gewisser Sachverstand ist hierzu erforderlich.

Der Entlastung des Kassiers und der gesamten Vorstandschaft stand nichts mehr im Wege. Auch die ersten Neuwahlen standen auf dem Programm. 1. Vorsitzender bleibt weiterhin Friedrich Gantner, Kassier Reinhold Mayer und Beisitzer Karl Bruckner und Erwin Hatz. (li)

Der neugewählte Vorstand am 15. Mai 1990

Foto: Lippert