Apr. 3 1971

Bau der neuen Hauptschule ist nahezu fertig gestellt / Übergabe am 3. April 1971

Bald wird die Schule Luft holen, können

 Sandweier. Für die rund 360 Grund- und Hauptschüler der Gemeinde und ihre Lehrer wird bald die Zeit vorbei sein, in der sie wegen der beengten räumlichen Verhältnisse in der alten Volksschule manche Unbill in Kauf nehmen mußten. Denn in nicht mehr ganz drei Wochen, am 3. April 1971, wird die neue Hauptschule ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie wurde von Architekt Volker Heidelck, Karlsruhe, dem Sieger des Ausschreibungswettbewerbs, gebaut und fügt sich gut ins Dorfbild ein. Erfreulich ist auch, daß die für diese neue Schule vorgesehenen Baukosten in Höhe von 2,1 Millionen DM (einschließlich Gelände) nicht überschritten wurden.

Die in 13 Klassen zusammengefassten Grund und Hauptschüler wurden bis jetzt in den sechs Klassenzimmern der alten Volksschule unterrichtet. Um bei diesen beengten Verhältnissen den Unterricht aufrechterhalten zu können, wurden drei Räume hinzugemietet, zwei in der Kinderschule und einer im Schwesternhaus. Dies bedeutete also Unterricht in drei verschiedenen Gebäuden. Der erforderliche Schichtunterricht war ein weiteres Handicap für Lehrer und Schüler. Bald nun wird man, bildlich gesprochen, Luft holen können. Kein Wunder, daß sich alle Betroffenen darauf freuen.

Das konnte man auch den Worten von Bürgermeister Hofmann entnehmen, als er uns freundlicherweise durch das fast fertig gestellte Gebäude führte und uns die moderne Einrichtung der einzelnen Räume erklärte. Das im Atriumstil gebaute Haus steht auf einem 1,2 Hektar großen Gelände, das von der Gemeinde erst aufgekauft werden mußte. Es wurde so angelegt, daß es jederzeit bei Bedarf im Pavillonstil erweitert werden kann.

Das Erdgeschoß der neuen Hauptschule beherbergt Aula, Musik- und Zeichensaal, Räume für den Hausmeister, die Schülermitverwaltung und Schülerbücherei, für das Rektorat, Sekretariat, Lehrerkollegium, außerdem den geräumigen, modern eingerichteten Werkraum, dazu einen Material – und Putzraum. Allein das Foyer mit Aula ist 300 Quadratmeter groß. 

Im Obergeschoß befinden sich fünf Klassenräume, ein Kursraum, das Lehrmittelzimmer, der Handarbeitssaal, die Lehrküche, der Physiksaal mit hörsaalmäßig angeordneter Einrichtung, der Arztraum und Vorbereitungsräume. Vorbildlich ist, daß man bei der Planung des Gebäudes auch bereits an die Zukunft gedacht hat, denn in den Fußboden eingelassene Kanäle für die entsprechenden Leitungen lassen die Möglichkeit zu, später programmierten Unterricht aufzunehmen.

Der teilweise überdachte Pausenhof und ein überzeugend großer Schulhof, der durch Grünflächen unterteilt sein wird, runden das Gesamtbild dieser neuen Schule ab, die zusammen mit der benachbarten Turnhalle, dem alten Volksschulgebäude und dem ebenfalls benachbarten Kindergarten ein Schulzentrum bildet, auf das die Gemeinde stolz sein kann.            -eu-


Juli 19 1969

Grundsteinlegung für den Schulhausneubau

Grundsteinlegung für den Schulhausneubau

Morgen, Samstag, 19.07.1969, findet um 10 Uhr an der Baustelle die Grundsteinlegung für den Bau unseres neuen Schulgebäudes statt. Die Schulkinder nehmen geschlossen an der kurzen Feierstunde teil.

Programm:

1. Schülerchor
2. Begrüßung durch den Bürgermeister und Bekanntgabe des Kasetten-Inhalts.
3. Ansprache Bürgermeister R. Hofmann
4. Ansprache Schulleiter K. Bruckner
5. Schüler-Sprecherchor
     Zwischen Punkt 2 und 5 wird die Kasette an der Baustelle verlötet und durch einen Mauerer in Berufskleidung eingemauert
6. Grundsteinlegung Bürgermeister
7. Schülerchor
Die Einwohnerschaft wird hierzu freundlichst eingeladen.

Aus dem Gemeinde-Anzeiger für die Gemeinde Sandweier vom Freitag 18. Juli 1969 Nr. 29.

 

Grundsteinlegung

Am 19. Juli 1969 war es endlich soweit. An diesem Samstag versammelten sich Gemeindeverwaltung, Gemeinderat, Elternbeirat, Lehrerschaft und Schuljugend zusammen mit vielen Eltern und Dorfbewohnern an der Baustelle am westlichen Ortsrand, um in einer kleinen, aber beeindruckenden Feier den Grundstein für das Hauptschulgebäude zu legen. Von der Schulbehörde war Schulamtsdirektor Wörlein erschienen.
Die von Bürgermeister Hofmann, Rektor Bruckner und Schulamtsdirektor Wörlein gehaltenen Ansprachen gaben der Freude und Genugtuung Ausdruck, daß nun endlich das lange geplante Vorhaben in Angriff genommen werden konnte. Nach den von den o.g. Personen jeweils mit einem Segensspruch begleitenden drei Schlägen mit dem Maurerhammer wurde eine dicht verschlossene Kupferkapsel im Fundament versenkt. Sie enthält eine Urkunde, in der ausführlich über die Gemeinde Sandweier im Jahre 1969 berichtet wird. Einige Sätze aus dieser Urkunde sind so bezeichnend, daß sie verdienen, festgehalten zu werden.
So heißt es an einer Stelle: „Lehrerschaft und Schüler sind glücklich über diesen Tag der Grundsteinlegung, da die Schule schon seit Jahren trotz der großen Schülerzahl mit sechs Normalklassenräumen und drei Behelfsräumen auskommen mußte“: